Biographie

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Am 27. September 1919 wird sie in Ulassai geboren. Im Alter von drei Jahren entscheiden die Eltern, sie der Obhut von Onkel und Tante auf Grund ihrer schwachen Gesundheit anzuvertrauen und Maria wird bis zum Alter von 9 Jahren bei ihnen bleiben.

Nach einer kurzen Rückkehr in Ulassai zieht sie nach Cagliari, wo sie im Internat mit ihrer Schwester Giuliana zur Schule geht.

1932 schreibt sie sich an der Pädagogischen Hochschule ein, an der sie bei dem Dozenten Salvatore Cambosu studieren und zu dem sie eine tiefe und lange Freundschaftsbeziehung entwickeln wird.

1939 entscheidet sie sich, sich in Rom niederzulassen, um am Kunstgymnasium zu studieren, wo sie den Kurs von Marino Mazzacurati besucht.

1943 entscheidet sie sich aufgrund des Krieges, Rom zu verlassen und zieht nach Venedig, um die Akademie der Schönen Künste mit Arturo Martini zu besuchen.

1945 flüchtet sie überstürzt aus Venedig und nach einer kurzen Zeit in Verona kehrt sie nach Sardinien zurück. Vom folgenden Jahr bis 1949 unterrichtet sie in Cagliari am Technischen Fraueninstitut.

1947 lernt sie in Cagliari Giuseppe Dessì kennen.

Sie stellt mehrere Male in Cagliari aus und dann 1957 in der Galerie L’Obelisco in Rom mit der Hilfe von Marcello Venturoli als Kurator.

Bis 1961 wird sie beachtliche Erfolge und Anerkennungen sowohl in Rom als in Sardinien erleben.

Fast zehr Jahre lang folgt eine Phase der Stille. Sie lebt weiter in Rom und weigert sich auszustellen, trotz der anhaltenden Anregungen von Marcello Venturoli, der ihre Arbeit sehr schätzt.

1971 stellt sie mehrere Bilder in Rom aus, in der Galerie Schneider mit der Hilfe von Venturoli als Kurator.

Nun beginnt eine sehr fruchtbare Phase für ihre Kunst. Sie stellt in mehreren Museen und Galerien aus, nimmt an einer Kollektivausstellung bei der Biennale in Venedig teil unter der Leitung der Kuratorin Mirella Bentivoglio.

1981 findet in Ulassai eine Kollektivperformance statt, “legarsi alla montagna” (sich an den Berg binden), wofür sie heute am meisten bekannt ist.

1982 führt sie die Via Crucis für die Kirche von Ulassai aus und mit Costantino Nivola, Guido Strazza und Luigi Veronesi das “Lavatoio di Ulassai” (Das Waschhaus von Ulassai), das 1989 vervollständigt wird.

1983 setzt sie ihre künstlerische Arbeit im Freien fort, in Orotelli mit “L’alveare del poeta” (Der Bienenstock des Dichters), ein Salvatore Cambosu gewidmetes Werk und “La disfatta dei varani” (Die Niederlage der Varano) in der Provinz von Macerata.

Zwischen 1992 und 1993 führt sie in Ulassai “La strada del rito” (Der Weg des Rituals), “Le capre cucite” (Die genähten Ziegen) und “La scarpata” (Der Steilhang) aus.

1993 verlässt sie endgültig Rom und lässt sich in Cardeddu nieder.

1995 beginnt sie eine Zusammenarbeit mit der Theatergruppe “Fueddu e Gestu” mit der Aufführung “Maria Pietra”.

Von 1999 bis 2001 widmet sie sich dem Projekt für das Ölmuseum in der Sabina in Castelnuovo di Farfa.

Ab 2002 folgen unterschiedliche Kunstbeiträge auf dem Territorium Ulassai: “I pensieri sull’arte” (Die Gedanken über die Kunst), “Il muro del groviglio” (Die Mauer des Gewirrs), (2004) und “La casa delle inquietudini” (Das Haus der Beunruhigungen), (2005).

L’8 agosto2004 wird ihr die Ehrendoktorwürde der Geisteswissenschaften an der Universität Cagliari verliehen für den stark erzählerischen und konzeptuellen Zug ihres Werkes, das sich aber mit traditionellen, archaischen Techniken realisieren lässt.

Am 8. Juli 2006 wird in den alten Wohngebäuden des ehemaligen Bahnhofes von Ulassai das Museum der Modernen Kunst, Stazione dell’arte, eröffnet mit einer Schenkung der Künstlerin von ungefähr 140 ihrer bedeutsamsten Werken.

Aus dem Jahr 2009 stammt “La cattura dell’ala di vento” (Der Fang des Windflügels) im Windpark von Ulassai.

2011 gewinnt sie den berühmten Preis, “Premio Camera dei Deputati per il 150° anniversario dell’Unità d’Italia” (Preis der Abgeordnetenkammer zum 150. Geburtstag der Italienischen Einheit) mit dem Werk “Orme di leggi” (Gesetzenspuren).

2012 nimmt sie mit einem ganz eigenen Raum an Pulse, der Internationalen Messe der Modernen Kunst in Miami teil.

Sie stirbt in Cardeddu am 16. April 2013.

 

                                                                                                                                                                           „La ricerca della forma assoluta“,  M.D. Picciau